Aus der Geschichte
Aus der Geschichte des armenischen Gewichthebens
Deutsche Zusammenfassung von Tyazhelaya Atletika. Ezhegodnik 1983 (Moskau: Fizkultura i Sport, 1983), S. 67–69: der Text ist eine Paraphrase, keine Übersetzung.
Vorgeschichte
Überlieferte armenische Kraftleistungen: das Tragen von Mühlsteinen und Pferden, der Kampf mit Tieren, das Bewegen von Steinen bis zu 200 kg. Organisiertes Gewichtheben: Sektionen in Jerewan (1922) und in Aleksandropol, dem heutigen Leninakan (1925).
Chronik
Ergebnisse in kg; * Gewichtsklassen der damaligen Zeit (Anmerkung der Redaktion): Mittelgewicht bis 75, Halbschwergewicht bis 82.5, Schwergewicht über 82.6 (wie gedruckt).
- 1928 · Khachik Mandaljan (Mittelgewicht*): 442.5 im Fünfkampf, Transkaukasische Spiele — transkaukasische Bestleistung bis 1933, Dritter der Allunionsbestenliste.
- 1932–38 · Sergo Ambarzumjan (Schwergewicht*; früher Ringer, von G. Simonjan geworben): 1932 Kreiswettkampf in Pyatigorsk, 1. Platz, 420 (Fünfkampf); 1933 Allunionsendkampf, 1. Platz, 505; 1934 Meisterschaft der UdSSR, Allunionsrekord 571, dazu Reißen mit der linken Hand 95.8, Reißen 127.5, Stoßen mit der rechten Hand 115.5 — alle über den Weltrekorden; 1937 in Jerewan Weltrekorde im Stoßen mit 168.2 und im Dreikampf mit 419; 1938 Gesamtergebnis 433.5, 8.5 mehr als der Rekordhalter J. Manger. Später Verdienter Meister des Sports, internationaler Kampfrichter, Ehrenmitglied des Verbandes der Armenischen SSR.
- 1935–37 · Ruben Manukjan (Halbschwergewicht*; früher Akrobat): Allunionsrekord im Reißen mit der linken Hand 82.1 (1935); Weltrekord 90.8 (1937, +0.8), später 95.85. Orden „Ehrenzeichen“ 1938, Verdienter Meister des Sports 1946; gestorben 1979.
- 1939–40 · Erfolge, die dem Trainer Yan Jurjewitsch Sparre zugeschrieben werden.
- 1947 · Iwan Asdarow (Bantamgewicht): erster armenischer Europameister, Helsinki, 292.5.
- 1954 · Mikhail Akopjanz (75): Weltrekord im Drücken 128.3, VII. Transkaukasische Spartakiade, Jerewan (Rekord von Tuni +1.3).
- 1955–75 · nur Juniorenrekorde und Platzierungen auf Allunionsebene.
- 1975–78 · Wardan Melitosjan (75): Freundschaftspokal 1975, 332.5; 1976 Europameister mit 340, Weltrekord im Stoßen 191, olympisches Silber von Montreal mit 330; 1978 Europameister mit 342.5, Weltrekord 196. Verdienter Meister des Sports, Medaille „Für heldenmütige Arbeit“.
- 1975– · Jurik Wardanjan (Leninakan; begann bei seinem Onkel Sergei Andranikowitsch Wardanjan): 1975–76 Junioren-Weltmeister, fünf Weltrekorde bei den Erwachsenen (75); seither fünfmaliger Weltmeister, Olympiasieger, über 30 Weltrekorde; Verdienter Meister des Sports, Abgeordneter des Obersten Sowjets der Armenischen SSR, Orden des Roten Banners der Arbeit.
- 1979–82 · Jurik Sarkisjan (60; im Dorf vom 13. Lebensjahr an Schüler des Lehrers Feliks Alijew): mit 16 Meister des Sports (52); Meister des Sports internationaler Klasse, Izmir 1979 (56); 1981 Junioren-Welt- und -Europameister; 1982 Weltmeister; olympisches Silber; 9 Weltrekorde bei den Erwachsenen; „Für heldenmütige Arbeit“ 1980.
- 1981–82 · Oksen Mirsojan: 1981 Junioren-Welt- und -Europameister; 1982 Silber bei der Welt- und Europameisterschaft (56); Weltrekordhalter.
Als nächste Generation werden genannt: S. Muradjan, A. Papikjan, G. Arutjunjan, R. Oganesjan, S. Manukjan, N. Nersesjan — neben Wardanjan, Sarkisjan und Mirsojan.