Psychologische Aspekte

Zur Regulierung des psychischen Zustands des Trainers

A. A. Seimuk, W. G. Podtergerja; Dnepropetrowsk

Deutsche Zusammenfassung von Tyazhelaya Atletika. Ezhegodnik 1983 (Moskau: Fizkultura i Sport, 1983), S. 47–48: der Text ist eine Paraphrase, keine Übersetzung.

Problemstellung

Abhilfe: autogenes Training (AT)

Das autogene Training wurde gewählt, weil es sich als Methode der Selbstregulation am leichtesten selbstständig anwenden lässt. Ein Psychologe vermittelt es in den Trainingslagern in drei Etappen:

  1. Vorbereitung: ein Persönlichkeitsprofil des Trainers erstellen, seine psychophysiologischen Kennwerte im Training und im Wettkampf erfassen und die Selbstkontrolle aufbauen.
  2. Aneignung:
    • Zu Beginn ist der Trainer von der Wirksamkeit der Methode zu überzeugen.
    • Die Übungen stellen Anspannung und Entspannung im Atemrhythmus einander gegenüber: beim Einatmen „Muskeln angespannt“, beim Ausatmen „entspannt“.
    • Danach folgt die beruhigende Variante: Schwere, Wärme und Entspannung mit anschließender Reaktivierung. Einschlafen ist dabei nicht das Ziel — ausgenommen in der Variante gegen Schlaflosigkeit.
    • Betreute Hausübungen: Entspannung vor dem Einschlafen, nach dem Erwachen, in Pausen sowie bei Lärm oder grellem Licht.
    • Die Vermittlung erfolgt systematisch und ist dem Alter und der Persönlichkeit angepasst. Der Fortschritt wird in Gesprächen und anhand von Selbstberichten kontrolliert, die durch psychologische, physiologische und biochemische Daten gestützt werden.
  3. Abschluss: die Selbstberichte auswerten, die Wirkung des autogenen Trainings im Wettkampf beurteilen und ein abschließendes Gespräch führen.

Übungsfolge im Wettkampf

  1. In bequemer Haltung zur Ruhe kommen und die Atmung regulieren.
  2. Schwere, Wärme und Entspannung in Armen, Beinen, Becken, Rumpf, Nacken und Gesicht.
  3. Atmung und Herztätigkeit regulieren.
  4. Allgemeine Schwere, Wärme, Ruhe und Erholung.

Ergebnis

Bei Trainern, die diese Übungsfolge im Wettkampf anwandten, normalisierte sich der psychische Zustand. Arbeitsfähigkeit, Befinden und Schlaf verbesserten sich, Anspannung, Ermüdung und Reizbarkeit gingen zurück. Die Autoren schließen daraus, dass die Trainer dadurch wirksamer arbeiten.