Geräte und Apparate
Ein Trainingskomplex für Gewichtheber
Deutsche Zusammenfassung von Tyazhelaya Atletika. Ezhegodnik 1983 (Moskau: Fizkultura i Sport, 1983), S. 63–65: der Text ist eine Paraphrase, keine Übersetzung; Datentabellen sind vollständig mit deutschen Beschriftungen wiedergegeben; Abbildungen sind die Originalbilder.
Zweck
- Eine Hantel mit konstantem Gewicht lässt kaum Raum für zusätzliche Kraft- oder Geschwindigkeitsakzente, während die einzelnen Abschnitte einer Hebung unterschiedliche Kraft und Kontraktionsgeschwindigkeit erfordern (Sokolow 1967; Worobjow 1971; Schekow 1971; Frolow 1976).
- Weiterentwicklung der früheren Vorrichtung der Autoren (Urheberschein der UdSSR Nr. 611623), die innerhalb einer Hebung abnehmenden und zunehmenden Widerstand erzeugt (Wirkung nachgewiesen in der Kandidatendissertation von Ju. T. Tscherkessow, 1979), jedoch nur für Reiß- und Umsetzzüge einsetzbar war. Der Komplex erweitert sie um Kniebeugen, Rumpfbeugen, Drückübungen und weitere Übungen.
Aufbau
- Steuereinheit (1–10): Das Hantelseil (2) verzweigt sich über obere Umlenkrollen (3) zu den Scheiben und läuft in das Rillengewinde einer zylindrisch-konischen Welle (4) ein. Ein übersetzendes Getriebe (5) verbindet die Welle koaxial mit einer Trommel (6), an der ein Gewicht (7) an Schlitten (8) hängt, die in senkrechten Führungen (9) laufen; alles ist an einem Rahmen (10) befestigt.
- Erst die oberen Umlenkrollen und das verzweigte Seil ermöglichen die zusätzlichen Übungen.
- Das Getriebe verringert Weg und Geschwindigkeit des Gewichts (geringere Trägheitswirkung auf den Sportler) und hält das Seil 2 straff.
- Registriereinheit (11–15): Kraftmessplattform, Weg- und Geschwindigkeitsgeber mit einer Leine zur Hantelstange, Elektrogoniometer am Knie, Schreiber. Beschrieben in früheren Arbeiten: A. P. Bykow (Teoriya i praktika fizicheskoi kultury, 1966, Nr. 4, S. 44–45); R. Ganijew (3. Allunionskonferenz „Elektronik und Sport“, Leningrad, 1972, S. 11–12); Dissertationen von A. A. Lukaschew (1972), S. I. Lelikow (1975), W. M. Frolow (1976).
Empfohlene Abmessungen der Steuereinheit
| Bauteil | Maß, mm |
| Höhe des Rahmens | 2500–2600 |
| Zylindrisch-konische Welle: Durchmesser der kleineren Grundfläche des Kegelstumpfes | 25–35 |
| Zylindrisch-konische Welle: Durchmesser der größeren Grundfläche | 130–150 |
| Länge des Rillengewindes | 1500–1700 |
| Steigung des Rillengewindes | 8–12 |
| Durchmesser der Trommel | 130–150 |
Funktionsweise
- Ausgangsstellung (z. B. Reißzug): Das Gewicht hängt unter der Trommel, das Seil 2 ist straff, die Geberleine ist am Ende der Hantelstange befestigt; der Heber schnallt das Goniometer am Knie an und stellt sich auf die Plattform.
- Hebung: Das sinkende Gewicht dreht über das Getriebe Trommel und Welle und wickelt dabei das Seil 2 auf; der Schreiber zeichnet Kniewinkel, Bodenreaktionskraft sowie senkrechten Weg und Geschwindigkeit der Hantelstange auf.
- Das Ablassen der Hantel führt das Gewicht zurück und bringt das Gerät in die Ausgangsstellung.
- Betriebsarten: abnehmender Widerstand — das Seil wird vom größeren zum kleineren Kegeldurchmesser aufgewickelt; zunehmender Widerstand — umgekehrt. Der Wellenradius bestimmt den Gradienten des Widerstands.
Vorteile
- Für Heber aller Leistungsklassen geeignet.
- Der veränderliche Widerstand beugt Geschwindigkeits- und Kraftbarrieren vor und korrigiert Kraft und Geschwindigkeit in den einzelnen Abschnitten der Bewegung.